Aufquellen von Küchenarbeitsplatten

 

Ein immer wiederkehrender Streitpunkt ist das Aufquellen der Küchenarbeitsplatten im Bereich der Stoßfugen und in dem Areal der Ausschnitte. Inwieweit die Qualität der Verarbeitung standhält, hängt vor allem von der fachgerechten Arbeit des Montageteams ab. Denn es gibt mehrere Einbaufehler, die für den Laien auf den ersten Blick nicht erkennbar sind.

 

Fehler 1  - Der Versatz

 

Wenn zwei Arbeitsplatten aneinander stoßen sollte möglichst weder ein sichtbarer noch fühlbarer Höhenversatz vorhanden sein. Vor allem nicht im Segment des Spülenbereiches, da es hier unwiderruflich zu Wasserkontakten mit der Arbeitsplatte kommen wird. Um eine möglichst planebene Oberfläche der beiden Arbeitsflächen zu gewährleisten, kommt es auf die filigrane Arbeitstechnik der Küchenmonteure an. Am besten erzielt man eine planebene Oberfläche, indem parallel zur Stoßfuge, zwei hochkant gestellte Holzleisten mit Schraubzwingen derartig befestigt werden, dass sie die Küchenarbeitsplatte gegen die Zulage pressen.

 

 

Hinweis : Es gibt keine rechtsverbindliche Verordnung in Form einer Richtlinie oder DIN-Norm, die Stellungnahmen über die Bündigkeit oder des Versatzes eines Küchenarbeitsplattenstoßes diktieren.

 

Fehler 2 – Fehlende oder qualitativ schlechte Dichtungsmasse.

 

Die Aufgabe der Dichtungsmasse (wir empfehlen swift®seal 4400)  ist es, dass Einsickern von Feuchtigkeit in den Stoßfugen bei „sachgemäßer Nutzung“ abzuwehren.

 

Fehler 3 – Schnittkante der Ausschnitte nicht mit Silikon abgedichtet.

 

Für die Spüle und das Ceranfeld muss die Küchenarbeitsplatte mit Ausschnitten bearbeitet werden. Die Spüle kann und darf komplett in Silikon eingelegt werden, so dass sie rundherum abgedichtet ist. Ein vollständiges Einlegen des Ceranfeldes ist hingegen nicht erlaubt, da im Falle einer technischen Störung oder bei notwendigen Wartungs- und Reparaturarbeiten, dass spätere Herausheben des Ceranfeldes aus der Aussparung immens erschwert werden könnte. Das Ceranfeld ist zwar mit einer umliegenden Gummidichtung werksseitig vormontiert und somit vor eindringender Feuchtigkeit geschützt. Aber letztendlich empfiehlt es sich die Schnittkante des Ausschnittes mit Silikon zu versiegeln.

 

Einige Küchenhersteller legen einen selbstklebenden Aluminiumstreifen mit bei. Dieser dient eigentlich die Arbeitsplatte im Bereich des Geschirrspülers vor ein Aufquellen zu schützen. Zusätzlich kann auch der Ceranfeldausschnitt mit diesem Aluminiumband verdichtet werden.

 

Aber trotz alledem, ist vorher der Ausschnitt mit Silikon zu versiegeln. Wird das Ceranfeld in den Ausschnitt gelegt bzw. gedrückt, kann und wird das Aluminiumband im Bereich der Klemmvorrichtung beschädigt, und ohne eine Silikonabdichtung wäre es wieder ein Risikobereich.

 

Fazit : Selbst bei fachgerechter Verarbeitung der Küchenarbeitsplattenstöße, stellen diese jedoch immer einen Schwachpunkt hinsichtlich einwirkender Feuchtigkeit dar. Deshalb sollte auf den Fugen der Arbeitsplattenverbindungen, im Bereich der Kochmulde, Spülenausschnitte oder an den Wandabschlussprofilen (WAP) sich keine Staunässe bilden. Daher sollte regelmäßig trocken gewischt werden.

 

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