Die Granitarbeitsplatte - Zeitlos schön

 

Der Granit mit seinen Eigenschaften hat sich in den letzten Jahren als Material für die Küchenarbeitsplatte durchgesetzt.

  

Granit ist ein Tiefengestein ( Magma Gestein ). Tiefengesteine entstehen durch das Eindringen und langsame Abkühlen von Magma unter der Erdkruste. Aufgrund der langsamen Erstarrung entsteht die typische feine bis grobkörnige Struktur, ohne jegliche Richtungsorientierung. Jeder Naturstein ist ein Unikat. Er kann im Farbton, der Zeichnung oder Maserung deutlich abweichen.

 

Eine der häufigsten Probleme mit dem schönen Naturstein Granit sind die vom Kunden reklamierten Begriffe wie: Ausbrüche, Krater, Vertiefungen und porösen Stellen in den Granitplatten. Hier handelt es sich um sogenannte Porenlöcher. Wird die Granitoberfläche bearbeitet und geschliffen ( geschliffen steht im Fachjargon für : einheitliche Glättung ) können die Porenlöcher nur egalisiert, nicht aber gänzlich ausgeschliffen werden. Sollten die porösen Oberflächen dermaßen stören, wäre es angebracht einen Kompositstein zu wählen.

 

In den meisten Küchenstudios und Möbelhäuser ist die Ausstellung mit Kunstlicht versehen. Die sehr feine und offenporige Struktur der Granitplatten sind unter diesen Lichtverhältnisse nur schwer zu erkennen. Wird die Granitarbeitsplatte beim Kunden verbaut, herrschen dort andere Lichtverhältnisse als die in der Ausstellung. Teilweise sind in dem Küchenraum bei Kunden vor Ort noch mehrere Fenster verbaut mit vielen Lichtspieglungen, die offenporige Struktur - unter anderem durch das natürliche Sonnenlicht und die Lichtbrechung richtig zur Geltung bringen. Diese kleinen "Krater" (Siehe rot markierte Punkt auf dem Foto) haben meistens eine Größe von ca. unter 1 mm bis zu 2,5 mm und eine Tiefe von ca. 0,5 bis 1 mm. Auch sind diese Vertiefungen fühlbar, wenn man mit den Fingern darüber streicht. Wenn man es möchte stellen die kleinen "Krater" in den Oberflächen der Granitplatten eine materialbedingte optische Beeinträchtigung dar, aber ein Mangel im Rechtssinne, sind sie definitiv nicht. Der wahre Kenner bewundert diese Naturmerkmale und lässt den Stein in Ehrfurcht altern !

 

 

 

Tipp :  Granitarbeitsplatten zählen zu den schönsten und pflegeleichtesten Naturmaterialien überhaupt. Sie bestechen durch ihre glatt polierte Oberfläche. Granitflächen lassen sich am leichtesten mit einem feuchten Tuch unter Verwendung mit ein wenig Spülmittel reinigen. Sollte es doch mal vorkommen das Säfte oder Rotwein in die Poren gezogen ist, dann verwenden Sie einen feuchten Schwamm mit etwas Spülmittel und lassen den Schwamm mit dem Spülmittel ca. einen Tag auf der Granitplatte liegen. In den meisten Fällen wird durch diese Maßnahme die Flüssigkeit aus den Poren gezogen. Gänzlich aber gilt, dass Flüssigkeiten die mit Säure versetzt sind oder Fette unmittelbar weggewischt werden sollten bevor sie in die Poren einziehen können.

Achtung "Mogelpackung!" Es gibt einige Händler die werben mit günstigen  Granitarbeitsplatten. Der Preis ist aber deshalb so günstig, weil die Granitarbeitsplatte eine Stärke von 2 cm aufweist, lediglich die Vorderkante weist eine Stärke von 4 cm auf. Optisch ist dies auf den ersten Blick nicht zu erkennen.

 

Farb- und Strukturunterschiede bei Granitplatten

 

Die Granitrohplatten werden durch das Schneiden in einzelne Scheiben das sogenannte Aufgattern aus großen Granitblöcken gewonnen.

 

Aus einem Block werden grundsätzlich nur Scheiben einer Stärke ( zB. nur 4cm, oder nur 2 cm ) gewonnen. Selbst innerhalb eines Blockes können daher schon starke Farb- und Strukturunterschiede auftreten. Vor allem bei der Herstellung von zwei unterschiedlichen Dicken aus zwei unterschiedlichen Blöcken ist ein Farb- und Strukturunterschied sehr wahrscheinlich. Man sollte bedenken, dass bei einer Granitküche nicht nur die Arbeitsplatte ( z.B. 4 cm ) aus Granit sein kann, sondern auch das Wandabschlussprofil ( z.B. 2 cm  ) und die Nischenrückwand ( z.B. 1 cm ). Die DIN 18332 Naturwerksteinarbeiten sagt zum Thema Aussehen aus:

 

"Farb-, Struktur- und Texturschwankungen innerhalb desselben Vorkommens, z.B. gemäß Bandbreite der Bemusterung sind zulässig".

 

Dem zu Folge sind Farb- und Strukturunterschiede bei Küchen die mit Granitplatten ausgelegt sind nicht 100% vermeidbar. Auch spiegelt dies die Naturechtheit des Granits wieder und beziffert diesen Stein als absolutes Unikat. Aber bei einem guten Natursteinlieferant lassen sich bei einer sorgsamen Material- und Plattenauswahl die Farb- und Strukturunterschiede erheblich einschränken.

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Naturstein : imprägniert vs. versiegelt

  

Imprägnierung :Die Imprägnierung dringt vollständig in die Porenräume und Kapillaren ein und bildet dann einen hauchdünnen, unsichtbaren Film. Dadurch wird die Saugfähigkeit des Gesteins deutlich reduziert und Schmutzpartikel lassen sich leichter entfernen. Die Farbe des Steines bei den imprägnierten Natursteinplatten wird sich nicht verändern. Die Haltbarkeit der Imprägnierung gegenüber der Versiegelung ist deutlich länger.

 

Versiegelung : Durch eine Versiegelung entsteht eine Wasserabweisende Schicht ( Acrylharz, Wachs etc. ) auf der Oberfläche welche diese fast völlig abdichtet. Sie wirkt farbvertiefend und erzeugt einen Glanz, dass heißt auch, die porösen Stellen sind weniger bis gar nicht mehr sichtbar. Die Versiegelung hat aber auch den Nachteil, falls einmal ein heißer Topf auf der Granitplatte abgestellt wird, ( Sollte man grundsätzlich vermeiden, indem man  z.B. ein Topflappen benutzt ) dass die Versiegelung dadurch beschädigt wird und ein Fleck entsteht der nicht mehr reparabel ist.

 

Dennoch sollte bei heißen Töpfen oder Pfannen immer ein Untersetzer verwendet werden, denn ansonsten könnte es bei Natursteinen zu Abplatzungen einzelner Gesteinskörner kommen, aufgrund von eingelagerter Feuchtigkeit.

 

Wir bekommen immer leichte Bauchschmerzen bei Verkäuferaussagen wie : Granit ist absolut kratz und schnittfest, unzerstörbar und bekommt keine Flecken !

 

Kratz- und schnittfest : Es muss schon einiges passieren bevor man ein Kratzer in den Granit bekommt, trotz alledem empfehlen wir ein Schneidbrett als Unterlage.

 

Unzerstörbar : Granit weist zwar ein kompaktes Gefüge auf, aber in den Bereichen der Ausschnitte ( z.B. Spülenausschnitt ) ist sie durch Druckbelastung empfindlich. Also niemals auf die Granitplatte klettern um z.B. die Fenster zu putzen ( Bruchgefahr ) !

 

Bekommt keine Flecken : Die Ursache beim Granit für die Fleckenbildung sind vor allem farbige Flüssigkeiten wie Säfte, Rotwein, Fette und synthetische Substanzen. Werden diese Flüssigkeiten und Substanzen sofort weg gewischt können keine Flecken entstehen !

 

Letzteres zu Granitplatten : Einige Kunden schrecken in erster Linie die hohen Preise ab. Betrachtet man aber die Gesamtkosten des Natursteins und vergleicht diese mit der möglichen Nutzungsdauer, beweisen unabhängige Untersuchungen, dass die Natursteine nicht teurer als andere Küchenarbeitsplatten sind. Den relativ hohen Anfangskosten stehen die langfristig günstigen Reinigungskosten sowie die hohe Lebensdauer gegenüber. Granit ist in Preisgruppen gegliedert und in der Regel kann man behaupten, desto älter und seltener der Stein, desto teurer ist der Granit.

  

Kauft der Kunde tatsächlich ein Stein aus Granit oder kann es auch ein Syenit sein?

 

Bewertet man das Ganze unter dem minerallogischem Aspekt, so lassen sich tatsächlich Unterschiede ermitteln. Aber der durchschnittlich, aufmerksame und verständige Verbraucher versteht unter dem Begriff „Granit“ einen besonderen harten Naturstein. Er kennt nicht die Unterschiede zwischen Syeniten, Pluoniten, Methamorphiten, Magmatiten, Gneisen, Gabbros usw.

All diese Gesteine sind Hartgesteine und werden in der Öffentlichkeit als „Granite“ bezeichnet. Fest steht also lediglich, dass der Verbraucher unter „Granit“ einen Naturstein versteht, der besonders hart ist.





Auch in der Namesfindung ist der Handel sehr kreativ, ohne dass sich an dem Produkt etwas ändert. Betrachten wir das Foto mit dem bläulich schimmernden Naturschein, so weist dieser verschiedene Handelsnamen vor, wie z.B. Blue Pearl, Marina Pearl, Blue Eyes, Emerald Black, Labrador Blue und viele weitere.


Wir verweisen auf die allgemeine anerkannte Mohs – Tabelle. Danach ist festgestellt, dass ein Naturstein mit dem Härtegrad 6 und höher als Granit bezeichnet werden kann. Natursteine mit Härtegraden unter 6 werden als Weichsteine bezeichnet. Dazu gehört z.B. Marmor. In der gesamten Natursteinbranche wird der Sammelbegriff „Granit“ für verschiedenartige Hartgesteinsorten verwendet, sei es Gabbros, Gneise, Diorite und Syenite usw.


Der verarbeitete Naturstein auf dem Foto ist laut der Europäischen Norm und dem Geltungsbereich der ASTM und GB/T ein Granit. Die richtige petrographische Bezeichnung wäre Syenit/Larvikit. Aber in allen Publikationen wird dieser Stein als Granit bezeichnet und ist unter dem allgemeinen Begriff „Granit“ zu subsumieren.


Auch die weitverbreitet Natursteinsorte Kashmir White wird als Granit vermarktet, obwohl dieser Naturstein ein Metamorphit aus der Untergruppe der Gneis-Granolite ist. Selbstverständlich schreibt das niemand in die Werbung oder wird im verkaufsgespräch erwähnt, weil der Verbraucher mit diesen Begriffen nichts anfangen könnte. So wird z.B. die Granitsorte Nero Impala – auch Nero Africa oder Nero Assoluto genannt – in der Werbung schlichtund einfach als „Granit“ vermarktet, obwohl es sich bei dieser Sorte um einen Plutonit aus der Untergruppe Gabbro handelt. Würde hier mit dem Begriff „Plutonit“ und dem Hinweis „Untergruppe Gabbro“ geworben, wüsste kein Verbraucher, um was für einen Stein es sich hier handelt.


Zusammengefasst ergibt sich, dass umgangssprachlich und damit auch handelsüblich und im interessierten Verkehrskreis der Begriff „Granit“ für eine Vielzahl von gekörntem Grobkristallinen besonders harter Naturstein verwendet wird.

Empfehlung von moebelschlau: Eine sehr schöne Natursteinplatte die wir als Küchenarbeitsplatte empfehlen können und die auch eine große Nachfrage hat, ist der Nero Assoluto Zimbabwe. Im Möbelhandel ist er auch unter dem Namen „Dark Black Antik“ wieder zu finden. . Wir sagen bewusst Naturstein, weil es kein Granit ist, sondern ein Grabbo.

 

Der Nero Assoluto Zimbabwe ist ein tiefschwarzes Gestein und gehört zur Gabbrofamilie, deshalb wird er als Gabbro (Dolerit) bezeichnet, also kein Granit. Das Gestein hat aufgrund seines dichtgedrängten Kornverbundes hervorragende technische Eigenschaften, gepaart mit einer hohen optischen Wertigkeit. Ein absoluter Bestandteil des Nero Assoluto Zimbabwe sind seine weißen Mineralanteile, die sogenannten Plagioklasen. Im Fachhandel bzw. im Fachjargon werden sie oft auch als Elefantentatzen oder Katzenpfoten betitelt. Diese können je nach Blickrichtung des Betrachters und Lichteinfall, leicht weißlich glitzern. Somit wird eine schöne Variationsbreite des Gesteins erreicht. Generell wird der „Dark Black Antik“ von der Oberfläche her bearbeitet, also geflammt und gebürstet. Dadurch erhält das Gestein sein besonderes Image.

 

Damit die Gesteine eine anatomische Einheit bilden, werden diese in der Regel mit einem Farbvertiefer behandelt. Sind Sie auf der Suche nach einer modernen und zeitlosen Natursteinarbeitsplatte für den Küchenbereich, dann wäre der Nero Assoluto Zimbabwe oder „Dark Black Antik“ die richtige Entscheidung.

 

Weitere Infos : Natursteinonline.de oder wahrscheinlich die weltgrößte Natursteindatenbank von Abraxas.

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