Die kindersichere Küche

 

Rund 260.000 Kinder verunglücken jährlich im Haushalt. Besonders Kleinkindern bis vier Jahr wird ihre Neugier oft zum Verhängnis. Zu den häufigsten Unfallschauplätzen zählt nach dem Kinderzimmer die Küche. In der Küche gibt es viel zu sehen und zu erkunden, zu riechen und eine Menge für unsere Kleinen auszuprobieren. Tolle Farben, dutzende von Gerüchen, interessante Geräusche machen die Küche zu einem Abenteuerspielplatz der sehr gefährlich werden kann, wenn man nicht gewisse Vorsichtsmaßnahmen einhält und Gefahrenquellen beseitigt werden.

 

Hier ein paar Vorschläge um die Kindersicherheit zu erhöhen :

 

Kochfeld mit Topferkennung. Hier wird das Kochfeld nur dann heiß, wenn ein Topf darauf steht. Bei Glaskeramik - Kochfeldern signalisieren die rot glühenden Kochzonen : „Achtung heiß“.

 

Zur Absicherung des Herdes können Sie Schutzgitter oder eine Reling anbringen, die hochgeklappt die Küchentöpfe umzäunen und verhindern, dass die Töpfe oder Pfannen mit heißem Inhalt von der Kochstelle herunter ziehen. Nach dem Kochen lässt sich das Herdschutzgitter herunter klappen und die Bedienelemente des Herdes sind für neugierige Kinderhände nicht erreichbar. Eine solche Absperrung kann man in den meisten Fällen auch nachträglich anbauen. Wer gänzlich auf ein Schutzgitter verzichten möchte, sollte besser nur die hinteren Kochfeldern nutzen und keine Pfannen oder Topfstiele über den Herdrand hinausragen lassen.

 

Weiterhin gibt es Herde mit versenkbaren Bedienelementen, diese können im versenkten Zustand von kleinen Kindern nicht eingeschaltet werden. Noch bessere Sicherheit bieten Herde, wo die Bedienelemente oben auf dem Ceranfeld als Sensorfunktion liegen. Die erforderliche logische Reihenfolge zum Einschalten kann nur von einem Erwachsenen erfolgen.

 

 

Bachofentüren dürfen bis zu 85 Grad warm werden. Viel zu heiß, nicht nur für unsere Kleinen. Es gibt moderne  Backöfen, da ist die Ofentür so konstruiert, dass das Sichtfenster bzw. die Außenscheibe während des Betriebes deutlich kühler bleibt und somit keine Verbrennungsgefahr besteht. Noch besser wäre es, wenn der Backofen in einem Hochschrank eingebaut wird. Das hat sogar zwei Vorteile.  Erstens : Der Backofen ist für kleine Kinder nicht erreichbar und zweitens hat man einen gesundheitlichen, ergonomischen Vorteil, dass man sich nicht bücken muss um Gerichte in den Innenraum zu stellen oder herauszunehmen.

 

Wichtig ist es zudem, keine gefährlichen Flüssigkeiten oder schädliche Artikel wie scharfe Gewürze, Alkohol, Haushaltsreiniger, Pflegemittel und andere Chemikalien offen zugänglich aufzubewahren. Deshalb gibt es dafür vorgesehene Schränke mit verschließbaren Türen. Verschließen Sie generell Schubladen und Schränke die ihr Kind nicht öffnen soll, weil sich darin z. B. Messer oder elektrische Kleingeräte befinden.

 

Wen die Optik mit dem sichtbaren Schloss an den Schränken und Schubläden stört der könnte alternativ einen anklebbaren Klettstreifen innen anbringen. Damit ihr Kind seinen Entdeckungsdrang befriedigen kann, lassen Sie eine oder mehrere Schubläden in Bodennähe ungesichert, in denen Sie ungefährliche Gegenstände wie Tupperwaren aufbewahren, so das ihr Kind diese ein- und ausräumen kann. Dann sind die gefährlicheren Gegenstände der Erwachsenen nicht so verführerisch.

 

Achten Sie auch darauf, dass sich keine Kabel von Elektrogeräten in Reichweite Ihres Kindes befindet, an denen es sich hochziehen versucht und das Gerät herunter reißen kann. Auch offene Regal wie z. B. Weinregale unterhalb der Küchenarbeitsplatte sollten vermieden werden, nicht nur das sie von den Kleinen gerne ausgeräumt werden, sondern sie dienen unseren abenteuerlustigen auch als Leiter.

 

Das wichtigste ist aber : Lassen Sie Ihre kleinen Kinder nie alleine und unbeaufsichtigt in der Küche. Das ist immer noch die beste Art und Weise unsere Kleinen vor Unfälle zu schützen.

 

 

 

 

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