Spezifische Küchenreklamationen Teil 3

Die Nachberechnung

 

 

Immer wieder ärgerlich für den Kunden, aber von der logischen Betrachtungsweise eine normale Verfahrensweise. Nehmen wir an der Küchenverkäufer plant beim ersten Beratungsgespräch eine Standard - Arbeitsplattentiefe von 60 cm und eine Länge von zum Beispiel 200 cm. Als nächstes meldet sich der Aufmaßtechniker bei Ihnen, um das genaue Aufmaß zu nehmen. Der Aufmaßtechniker stellt bei Ihnen im Küchenraum fest, dass die Wände nicht im rechten Winkel zu einander laufen, sondern außer Lot verlaufen.

 

Der Techniker vermerkt diese Abweichung im Aufmaßprotokoll, welches Ihnen vorgelegt wird. Dieses Aufmaßprotokoll bekommt anschließend der Küchenverkäufer um die Küche 100 prozentig planen zu können bzw. hier Problemstellung erkennt, welche mit Ihnen nochmals besprochen werden müssen. Im unseren Fall erkennt der Verkäufer, dass Ihr Küchenraum aus dem „rechten Winkel“ läuft. Das heißt, der Küchenverkäufer muss jetzt eine Lösung finden, damit die Küchenarbeitsplatten, in dem nicht winkligen Küchenraum hinein passen.

 

Wahrscheinlich ist es die einzige Möglichkeit, die Küchenarbeitsplatten in einer Übertiefe zum Beispiel in 80 cm zu bestellen, um bei der Montage der Küche die Arbeitsplatten exakt der schiefen Wänden anzupassen. Das Möbelhaus kann natürlich nicht in der Verantwortung gezogen werden, wenn die örtlichen Begebenheiten des Kunden derart abweichen, dass eine „normale“ Küchenmontage nicht erfolgen kann. In diesem Fall ist der Möbelkunde verpflichtet die Sonderarbeiten finanziell zu tragen. Das heißt, die Kosten der Küchenarbeitsplatte und die daraus entstehenden Mehrkosten für die Küchenmontage.