Spezifische Wohnmöbel Reklamationen

Kauf einer nicht kompletten Bettanlage

 

Eine Bettanlage besteht hauptsächlich aus einem Bettrahmen, einem Lattenrost und ein oder zwei Matratzen. Falls Sie die Grundkonstruktion, also den Bettrahmen behalten wollen, und möchten die Bettanlage nur durch Matratzen und Lattenrost ersetzen, dann achten Sie auf das exakte Maß des Bettrahmens. Nicht nur die Innenmaße vom Kopf- zum Fußteil und vom Seitenteil zu Seitenteil sind zu berücksichtigen, sondern auch die Höhe der Seitenteile. Bei Nichtbeachtung könnten die Matratzen zu tief oder zu hoch im Rahmen liegen.

 

Info von moebelschlau: Grundsätzlich wäre es immer besser eine komplette Einheit bestehend aus Bettrahmen, Lattenrost und Matratzen zu bestellen. Die Gefahr einer nicht berechtigten Reklamation, wie knarren oder Quietschgeräusche, Instabilität etc. bei einer „zusammengewürfelten“ Bettanlage, könnte entstehen.

Problematiken bei Ausstellungs- und Vorführwaren

Kontrollieren Sie vor dem Kauf die Ausstellungsware
Die Ausstellungsware oder Vorführware genannt

 

Ausstellungs- oder Vorführwaren in einem Möbelhaus zu erwerben, hat einen großen Vorteil. Sie sind meistens stark preisreduziert, also zu einem „Schnäppchenpreis“ zu bekommen. Es gibt allerdings ein paar Problematiken die Sie wissen sollten!

 

Es kann passieren, dass nach dem Kauf bzw. nach Vertragsabschluss die von Ihnen erworbene Ausstellungsware noch ein wenig in der Ausstellung verweilt. Warum? Weil der Händler ungern leere Kojen hat. Um die Koje mit Ware zu befüllen, kann ein wenig Zeit vergehen. Bis dahin verweilt Ihre Ware weiterhin in der Ausstellung, dass heißt jeder andere Besucher den Möbelhauses kann die Ware weiterhin als Vorführware benutzen. Hier könnte natürlich die Gefahr bestehen, dass im nach hinein noch die ein oder andere Macke entstehen kann.

 

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Demontage der hauseigenen oder externen Möbelmonteure. Hier können die meisten Fehler passieren, genauer gesagt die meisten Beschädigungen.

 

Info von moebelschlau: Damit es bei Ihnen vor Ort bei der Montage der Ausstellungsware keine Schwierigkeiten gibt, geben wir Ihnen zwei Ratschläge mit auf dem Weg.

 

1. Schauen Sie sich vor dem Kauf genau die Ausstellungsware an und notieren (Im Kaufvertrag) oder zeigen Sie eventuelle Beschädigungen dem Verkäufer.

 

2. Fotografieren Sie die Ausstellungsware und halten auch hier eventuelle Beschädigungen fest. Ein Foto über die Gesamtansicht ist auch für die Möbelmonteure die Ihre Ware aufbauen, von enormer Wichtigkeit.

 

Zeichnungen, Skizzen und Bedienungsanleitungen

 

Sollten die Monteure ohne Foto, Skizze oder Zeichnung die Ausstellungsware montieren, kann es zu Missverständnissen in der Zusammensetzung oder Aufteilung der Ware kommen. Gerade bei komplizierten Waren, wie z.B. große Anbauwände, ist eine detaillierte Zeichnung äußerst relevant für den reibungslosen Aufbau der Möbel.

 

Um das zu umgehen, dass die Monteure keine Zeichnungen und Skizzen dabei haben, geben wir Ihnen den folgenden kleinen Tipp „an die Hand“: In den Schränken und Schubladen der Ausstellungswaren befinden sich in der Regel Zeichnungen, Skizzen und Bedienungsanleitungen. Fragen Sie den Verkäufer nach Unterlagen und nehmen Sie diese direkt mit, damit die Zeichnungen, Skizzen und Bedienungsanleitungen beim Abbau der Ausstellungsware oder auf dem Transport weg nicht verloren gehen.

Ein gebrauchtes Aussehen der Holzoptik

Die Idee mit dieser Holzoptik ist einen used-look oder industrial-look zu erzielen. Zu diesem Zweck werden alte Häuser abgebrochen, die Balken werden entnagelt und aufgetrennt. Ganz explizit wird astiges, markantes gebrauchtes Holz gesucht. Die Verarbeitung bzw. der Prozess, die Holzoptik herzustellen ist sehr aufwendig.

 

Denn es müssen von Hand Stellen nachgearbeitet und auch verstärkt werden. Im ureigensten Sinn stellt diese Holzoptik echte Unikate dar, da jedes Möbel anders aussieht.

 

Hier handelt es sich um holzwuchsbedingte Unterschiede die keinen Reklamationsgrund darstellen.

 

Bewertung von Garten - und Esszimmerstühlen mit Edelstahlgestellen

 

 

An diesen Möbelstücken werden öfters die Schweißnähte an den Gestellen beanstandet. In der Regel folgende Punkte:

 

  • Unsaubere, zu dicke und sichtbare Schweißnähte

  • Kratzer an den Schweißnähten

  • Offene Stellen an den Schweißnähten

  • Verfärbungen an den Schweißnähten

 

Edelstahl ist grundsätzlich sehr temperaturbeständig, das heißt, er hält der Belastung durch sehr hohe oder sehr tiefe Temperaturen unbeschadet stand. Außerdem ist das Material komplett recyclebar ohne einen Qualitätsverlust hinzunehmen. Besonders durch seine chemische Konsistenz ist er widerstandsfähig gegen Reinigungs- und Desinfektionsmittel. Diese Faktoren machen Edelstahl zu einem langen haltbaren Werkstoff im Bereich von Garten - und Esszimmerstühlen. Die eigentliche glänzende Oberfläche von Edelstahl kann durch ein gesondertes Metallschliffverfahren mattiert und somit veredelt werden.

 

Grundlegend für die Bewertung für alle Arten von Sitzmöbeln ist die europäische Norm DIN EN 12520. Sie legt die Mindestanforderungen für die Sicherheit, Festigkeit und Dauerhaltbarkeit fest.

 

Die Schweißnähte müssen so miteinander verbunden werden, dass sie die Voraussetzung an den gestellten Anforderungen über eine erwartete Nutzungsdauer erfüllen.

 

Die zulässigen Toleranzen und die Begriffserklärung von Schweißnähten finden sich in der DIN EN ISO 5817:2014-6 wieder. Die Grenzwerte für die Unregelmäßigkeiten wird nach Bewertungsgruppen definiert.

 

 

B- steht für höchste Ansprüche

 

C- steht für mittlere Ansprüche

 

D- steht für niedrige Anforderungen

 

 

Möbel bzw. Stühle werden der Bewertungsgruppe D – niedrige Anforderungen angegliedert.

 

Bei der Bewertungsgruppe D dürfen Unregelmäßigkeiten bis zu einer Länge von 4 mm vorhanden sein. Das gleiche gilt für flüchtige Öffnungen/Poren, auch diese dürfen bis zu einem Durchmesser bis zu 4 mm vorhanden sein. Üblicherweise werden leichte bläuliche bis braune Verfärbungen an den Nahtstellen reklamiert. Diese entstehen beim Schweißverfahren mit hohen Temperaturen. Hier oxidiert das Eisen im Edelstahl und die leichten Verfärbungen entstehen. Auch diese optischen Veränderungen stellen keinen Mangel dar.

 

In der Regel entsprechen Edelstahlgestelle in der Möbelindustrie den maßgeblichen Beschaffenheitskriterien der Deutschen Möbelgütesicherung RAL – GZ – 430 und der DIN EN 12520. Gewisse unregelmäßigkeiten an den Schweißnähten sind produktionsbedingt, herstellungs- und warentypisch.

 

 

 

 

 

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