„Irrglaube“ einheitliche Massivholzfläche

 

Optisch perfekt wären Tischplatten aus einem zusammenhängenden, gewachsenen Massivholzstück.

 

 Aber gibt es so große Bäume die diese Verarbeitung zulassen ?

 

Eventuelle Mammutbäume. Aber die gängigsten Holzarten in der Möbelverarbeitung wie Buchen,- Eichen,- und Kiefernholz erlauben diese Verarbeitung nicht. Selbst wenn diese Verarbeitung möglich wäre, dann würden innerhalb weniger Stunden das Material reißen und sich verformen. Planflächen sind mit den gängigsten Holzarten nicht zu realisieren. Wir müssen den so wertvollen Werkstoff Massivholz also in der Form bearbeiten, dass wir den werkstoffeigenen, physikalischen Eigenschaften Rechnung tragen und dennoch eine ansprechende Optik gewährleisten.

 

Aus diesem Grund werden die Holzplatten parkettiert, das heißt aus einzelnen, kleinen Massivholzstückchen miteinander verleimt. Damit ist eine Statik sichergestellt und die ureigensten Eigenschaften des Holzes werden über diesem Wege nicht außer Kraft gesetzt. Der Naturwerkstoff wächst in Faserrichtung, je nach Umgebungstemperatur und Feuchtigkeit, bis zu 10%, damit ist unvermeidbar, dass sich die Kleinen, einzelnen verleimten Massivholzstücke gegeneinander markieren.

 

 

Das Foto zeigt einen mit kleinen Massivholz-Stückchen verleimten Massivholztisch.

 

 

Die „Stäbchenverleimung“ ist für das markante Spiel in Farbe und Struktur charakteristisch. Holz ist ein Naturprodukt, dessen Wachstum nicht beeinflussbar ist und jedes Möbelstück daher anders ausfällt.

 

Sogenannte Leimholzplatten, die als Basis für Massivholzmöbel genutzt werden verbessern die Stabilität. In einem aufwändigen Produktionsverfahren werden einzelne Lamellen mit Leim gem. DIN 68602 an Kopf und/oder Seite zusammengesetzt. Diese Lamellen können in Breite und Länge innerhalb einer Platte farb- und masslich unterschiedlich sein. Es ist handelsüblich, holzbedingte Fehler durch Ersetzten von Astspots und / oder Lamellos zu beseitigen.

 

Diese Lamellen können in Farbe und/oder Struktur innerhalb einer Platte unterschiedlich sein. Spezielle modellbedingte Verarbeitungsmethoden, z. B. Frontvarianten mit Rahmen und Füllung, vertikaler und hrizontaler Maserungsverlauf, Furnier- und Massivholzkombinationen oder die Parkettverleimungzur Formstabilität, führen je nach Holzart, Position und Lichteinfall, zu hellen und dunklen Farb- und Strukturakzenten.

 

Hinweis : Je natürlicher der Naturstoff Holz ver- oder bearbeitet worden ist, desto empfindlicher ist er gegen äußere Einwirkungen, wie Licht, Sonne, Fingerabdrücke etc.

 

  

 

Wir können Ihnen aber trotzdem ein Stück purer Natur im eigenen Wohnraum empfehlen. Den sogenannten „Baumtisch“.

 

Hier wird der Tisch nicht aus einzelnen kleineren Bohlen hergestellt und verleimt, sondern aus breiteren Bohlen, den Stammbohlen – welches den Längsschnitt eines Baumes darstellt – verarbeitet.


Aufgrund der Holzfeuchtigkeitsschwankungen (Quellen und Schwinden) kann es zu Veränderungen und Verformungen des Holzes bzw. der Maße kommen. Je nach Holtzart und Holzfeuchte können Änderungen in Höhe von 0,6% - 1,2% entstehen. Das heißt, dass ein Massivholztisch mit einer Breite von 100 Zentimeter, wie wir ihn in der oberen Bilddarstellung sehen, im Laufe der Zeit sein Breitenmaß zwischen 6 Millimeter und 12 Millimeter ändern kann.

 

Auch das Zimmerklima ist nicht zu unterschätzen und kann deutliche Auswirkungen auf das Feuchtigkeitsgleichgewicht haben, sodass sich das Naturprodukt Holz kontinuierlich verändert. Deshalb ist es schwierig bei derartigen Massivhölzern ein Fixmaß im Kaufvertrag zu bestimmen und hauptsächlich circa Maße angegeben werden.

 

Für Möbelhäuser ist die DIN 68885 (Tische für den Wohnbereich) maßgebend. In dieser DIN gibt es keine Vorgaben für Breiten- und Längenmaße. Entsprechende Vorgaben finden Sie nur bei Objekteinrichtungen, wie beispielsweise Labortische oder Tische, die mit dem Boden fest verbunden sind. Aber generell stehen in den Richtlinien und Vorschriften sicherheitstechnische Anforderungen im Vordergrund, nicht Längen- und Maßangaben.

Wussten Sie, dass Massivholzmöbel eine entspannende und gesundheitsfördernde Wirkung auf den Menschen haben?

 

Im Holz befinden sich Inhaltsstoffe die eine bakteriostatische Wirkung haben und die Vermehrung von Viren und Keimen hemmen. Weiterhin haben Massivholzflächen offenporige Strukturen, so dass durch das Holz die Feuchtigkeit aus den Bakterien förmlich entzogen wird und diese absterben.

 

Dies bietet einen großen Vorteil, bei einer anbahnenden Erkältung. Denn bereits beim ersten Anzeichen von Husten und Niesen können die ausgeschiedenen Erkältungskeime auf den offenporigen Massivholzflächen praktisch eliminiert werden und zum schnelleren Gesundungsprozess führen. Auch für Menschen mit Allergien bieten Massivholzmöbel Vorteile, weil Holz eine antistatischen Effekt besitzt und weder Staub noch Schmutz anziehen.

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