Urteile Küchen Teil 2

Nutzungsausfallentschädigung einer nicht gelieferten Küche

Eine Küche wurde verspätet geliefert und somit war es für den Küchenkunden nicht möglich die Küche ab dem vereinbarten Termin zu nutzen. Daraufhin hat das Landgericht Tübingen dem Küchenkäufer eine Nutzungsausfallentschädigung in Höhe von 500,- DM zugesprochen.

 

Info von moebelschlau: Sobald bei Ihnen ein Lieferverzug eingetreten ist, vergessen Sie nicht eine letzte Mahnung bzw. eine angemessene Fristsetzung zu setzen. Erst nach fruchtlosen verstreichen der Frist können Sie evtl. Schadensersatzforderungen geltend machen.

 

Zum vollständigen Urteil

 

Kaufvertrag, Abweichungen vom Installationsplan und die Granitarbeitsplatte

 

 

Das Landgericht Berlin musste über folgende Sachen urteilen:

 

 

  • Liegt bei dem Küchenvertrag Kauf- oder Werkvertrag vor?

 

  • Liegen die Abweichungen vom Installationsplan im Verantwortungsbereich des Verkäufers?

 

  • Können in Granitarbeitsplatten Unebenheiten wie Porenlöcher, Einschlüsse etc. vorkommen?

 

 

 

Bei einer Einbauküche können als Arbeitsplatte Holz, Granit oder Keramik verbaut werden
Symbol-Foto! Die Einbauküche

Der Küchenvertrag wurde als Kaufvertrag bewertet. Weiterhin handelt es nicht um einen Mangel im Rechtssinne, sondern um Planungselemente die nicht zum Leistungsumfang gehören. Auch feststellbare Unebenheiten und Vertiefungen einer Granitplatte stellen keinen Sachmangel dar.

 

 

 

Info von moebelschlau: In den letzten Jahren werden Küchenverträge in den meisten Fällen als Kaufverträge bewertet. Bitte beachten Sie, dass bei Natursteinplatten wie Granit immer wieder typische Merkmale wie Porenlöcher, Einschlüsse, Adern, Farb- und Strukturunterschiede auftauchen können.

 

Zum vollständigen Urteil