Reklmationen: Fragen & Anworten Allgemein Teil 4

Können bei der Verarbeitung von Massivholz Farbabweichungen entstehen?

Bei Holzmöbel sind Farbunterschiede nicht zu vermeiden
Jeder Baum ist ein Unikat, allein aus diesem Grund können Farb- und Strukturunterschiede entstehen.

Holz ist ein Naturprodukt. Dank seines Zellaufbaus und vor allem dank seiner immer einmaligen Struktur ist jeder Stamm, jedes Brett bzw. jedes Furnierblatt in seiner Zeichnung und Farbnuance ein Original.

 

Hinzu kommt, dass Beizen und Lacke durch die individuelle Zellstruktur in Nuancen unterschiedlich aufgenommen und angelagert werden.

 

Es gilt als warentypisch, dass der Farbton eines jeden Möbelstücks innerhalb eines Toleranzbereichs differiert. Farbabweichungen gehören zum natürlichen Erscheinungsbild eines jeden Massivholzmöbels.

Ab wann zählt ein Möbelstück als „Echt, Massiv oder Furnier ?“

Farb- und Strukturunterschiede sind gewollt
Schöne Struktur des Massiv Holz Möbel

Ein Möbel darf erst als echt bezeichnet werden wenn folgendes vorliegt: Alle sichtbaren Teile des Möbelstück müssen aus der angegebenen Holzart bestehen. Das heißt, es darf massiv, aber auch furniert sein.

 

Ein Möbel darf als massiv bezeichnet werden, sofern das Möbelstück aus der beschriebenen Holzart besteht bzw. gefertigt wird. Es darf auch nicht furniert sein. Die einzigen Ausnahmen die nicht massiv sein dürfen sind Schubladenböden und Rückwände.

  

Die Benennung Furnier darf eingesetzt werden, wenn alle sichtbaren Elemente aus der beschriebenen Holzart sind. Ausnahme die massiven Holzelemente dürfen aus einer anderen Holzart sein. Es besteht auch eine Hinweispflicht, falls die Furniere aus unterschiedlichen Holzarten bestehen.

Was bedeutet das RAL Gütezeichen im Möbelhandel ?

 

Das RAL Gütezeichen soll dem Verbraucher eine besonders hohe Qualität von Produkten und Dienstleistungen signalisieren.

 

Darüber hinaus sollen Unternehmen, die diese RAL Gütezeichen verwenden, für eine klare Werteorientierung stehen, nämlich sie versprechen ein anständiges, ehrliches und vorbildliches Verhalten und stellen sich ihrer Verantwortung für ihre Produkte und Dienstleistungen und sind somit verlässliche Partner der Verbraucher.

Wie erfolgen Geruchsprüfungen nach der Möbel RAL GZ 430 ?

Nach den allgemeinen Güte- und Prüfbestimmungen für Möbel RAL-GZ-430 erfolgt die Prüfung auf Emission in Prüfkammern anhand von einzelnen, vorbereiteten Prüfkörpern, die aus den zu untersuchenden Möbel entnommen werden. Untersucht werden die Möbel im Neuzustand.

 

Die Geruchsprüfung erfolgt nach frühestens 8 bis höchstens 28 Tagen Verweilzeit in der Prüfkammer. Geprüft wird die Geruchsintensität von mindestens 7 Probanden in einem Geruchsneutralen Raum nach einer 5-Stufen – Skala (1 geruchlos; 2 schwacher Geruch; 3 deutlicher, nicht belästigender Geruch; 4 belästigender Geruch; 5 unerträglicher Geruch).

Gibt es eine Geruchszertifizierung für Sachverständige?

Ja, nach der Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute e.V (AGOF). Im Rahmen der Geruchszertifizierung werden die olfaktorischen Fähigkeiten mittels eines Geruchstestes ,Ermittlung des SDl-Wertes mittels Riechstiften* überprüft.

 

Dabei wird sowohl die Riechschwelle, also die Empfindlichkeit ermittelt, als auch die Fähigkeit zur Unterscheidung von Geruchsstoffen (Diskriminationstest) und das Erkennen von Gerüchen (Identifikationstest) geprüft. Um den Geruchstest erfolgreich zu bestehen, mus eine bestimmte Punktezahl erreicht werden.

 

 

Lässt Macken und Schrammen verschwinden

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Warum wird die Naturholztischplatte beim Abwischen mit einem feuchten Tuch rau?

Baumtisch
Esstisch aus unbehandelten Naturholz

Nicht nur das die Holzoberfläche rau wird, es kann auch nach dem trocken Putzen passieren, dass einzelne Fasern des Putztuches an der Holzoberfläche haften bleiben.

 

Warum ist das so?

 

Hier macht sich die Natur bemerkbar! Der Schreiner und Tischler kennt es längst, wenn die Holzoberfläche mit einem feuchten Tuch in Berührung kommt. Durch die Feuchtigkeitseinwirkung quellen die Fasern an und nehmen an Volumen zu. Dies führt unwiderruflich dazu, dass sich die endständigen Holzfasern aufrichten.

 

Das Aufstellen der Fasern wird manchmal als störend bzw. als Holzfehler empfunden. Aber in Wirklichkeit und in Anlehnung an die Deutschen Möbelgütesicherung RAL – GZ 430/3 ist es kein Holzfehler. Vielmehr spricht man im Fachjargon von Merkmalen oder Eigenschaften des Holzes. Holz ist ein Naturprodukt und auch hygroskopisch, das heißt, es passt seinen Feuchtigkeitsgehalt der jeweils vorhandenen Situation an.

 

Man kann sie aber mit einem feinen Schleifpapier – wie der Fachmann sagt - „abköpfen.“

 

Die physikalisch-technischen Eigenschaften von Holz können nicht verändert werden. Das Aufstellen der Holzfasern ist als warentypisch einzustufen.

Die richtige Umgang mit einem Sonnenschir, auch Ampelschirm genannt

Der Bezug/Stoff eines Sonnenschirmes darf in den meisten Fällen per Hand und mit einem Feinwaschmittel gespült bzw. gewaschen werden. Sollte der Bezug/Stoff in einer Waschmaschine gewaschen werden, dann bitte auf den kleinstmöglichen Schleudergang.

 

Bitte achten Sie darauf, dass der Schirm nie feucht zugeklappt werden darf, denn so entstehen ungewollte Abdrücke auf dem Bezug/Stoff. Sie müssen sicher gehen, dass der Schirm bzw. der Bezug/Stoff trocken ist, bevor Sie diesen schließen und trocken lagern.

 

Info : Bei einem Sonnenschirm handelt es sich um einen reinen Sonnenschutz !

 

Bei Regen sollte der Schirm geschlossen und entsprechend mit der Schutzhülle abgedeckt werden. Falls der Bezug/Stoff nass/feucht geworden sein sollte, bitte den Schirm nicht schließen, sondern geöffnet trocknen lassen. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass der Schirm nicht in der prallen Sonne trocknet, denn dies schadet den Farben und somit den Bezug/Stoff.