Welche Matratze passt zu mir ?

Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten.

 

 

Jeder erwachsene „verschläft“ jährlich zwischen 2500 und 3000 Stunden. Matratzen sind damit die am stärksten strapazierten Produkte im Haushalt. Denn immerhin ändert der Schläfer bis zu sechzig mal pro Nacht die Schlafstellung.

 

Schläft man auf der Matratze zu weich wird der Körper ungenügend gestützt und die Wirbelsäule hängt durch.

 

Schläft man zu hart auf der Matratze dann werden Schulter und Hüfte nach oben gedrückt und die Wirbelsäule verkrampft sich.

 

Erfahrungsgemäß  spürt man, ob man richtig liegt erst nach einem Probeliegen von ca. 4 Wochen. Ob das praktisch umzusetzen ist ? Mit dieser Frage lasse ich Sie alleine. Von der Matratze und in Kombination mit dem Lattenrost hängt das Wohlbefinden des Körpers ab. Das heißt aber nicht, dass eine Matratze und ein Lattenrost eine degenerierte Wirbelsäule wieder in die Idealform bringen kann und muss. Aber sie muss in der Lage sein den Körper in jeder Schlaflage zu unterstützen damit keine weiteren gesundheitlichen Beschwerden auftreten.

 

Ca. 20 % der Deutschen klagen über Schlafprobleme bzw. über gesundheitliche Beschwerden wie Verspannungen und Rückenschmerzen. Eine der Hauptursachen könnte sein, dass die Matratzen zu lange genutzt werden. Bei 15 % liegt die Nutzungsdauer der Matratzen bei über 10 Jahre. Das ist definitiv zu lang! Hier spart man am falschen Ende und auf Kosten der Gesundheit. Eine durchschnittliche Nutzungsdauer von ca. 5 Jahren - je nach Qualität der Matratze - halten wir für empfehlenswert. 

Der Matratzenkauf, was ist wichtig?

Tipp :  Die beste Methode eine Matratze zu testen ist ein ausführliches Probeliegen. Beim Probeliegen ist darauf zu achten, dass die Matratze nicht in einer Folie eingepackt ist und soll in einem Bett auf dem passenden Lattenrost liegen. Dicke Kleidung ( z.B. Winterjacke ) sollte beim Probeliegen vermieden bzw. ausgezogen werden, ansonsten wird das Liegegefühl subjektiv verfälscht. Erst wenn Sie ein gutes Gefühl beim Probeliegen haben, erst dann weist die Matratze in Verbindung mit der Unterlage z.B. dem Lattenrost für Sie die richtige Qualität auf. Die Qualität bei Matratzen ist eine sehr individuelle, vom einzelnen abhängige subjektive Beurteilung.

 

Qualitativ hochwertige Matratzen haben die Aufgabe, den Körper beim Liegen so ab zu stützen, dass die Wirbelsäule ihre natürliche S-Form beibehält.

 

Ohne einen entsprechenden Lattenrost kann auch die beste Matratze ihre guten Eigenschaften auch nicht voll entfalten. Aber auch ein hervorragender Lattenrost nutzt Ihnen nichts wenn eine alte durch gelegene Matratze darauf liegt. Nur die richtige Kombination gewährleistet eine optimale Entlastung der Wirbelsäule und bietet einen gesunden, ruhigen und natürlichen Schlaf. Vor allem aber benötigen sie einen Verkäufer mit reichlich Fachwissen auf dem Gebiet. Fragen Sie im Möbelhaus nach einem Fachverkäufer mit Zertifizierung.

 

Tipp : Drehen und Wenden Sie Ihre Matratze am besten bei jedem Bettwäschewechsel oder maximal nach 4-6 Wochen und zwar sowohl horizontal Kopf- gegen Fußseite als auch vertikal Unter- gegen Oberseite. Warum eine Matratze wenden? Hierdurch optimieren Sie die Regeneration der Matratze und vermeiden die Bildung dauerhafter Liegekuhlen und verlängern insgesamt die Haltbarkeit Ihrer Matratze. Diese Maßnahme dient auch zur Vorbeugung von Schimmel- bzw. Stockfleckenbildung, die bei mangelnder Umlüftung durch Wärme- und Feuchtigkeitsstau entstehen kann.

 

 

Taschenfederkern und Matratzen BULTEX®-Dämpfungselemente mit besten Eigenschaften in den Bereichen Durchlüftung, Feuchtigkeitstransport, Punktelastizität und Rückstellkraft.

 

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7-Zonen-Matratzen BULTEX®plus-Komfortauflage.

 

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Warum muss sich die Matratze der Körperform anpassen ?

Die Wirbelsäule besitzt einen doppel - S - förmigen Aufbau, der bei jedem Menschen etwas variiert. Die größte Krümmung besitzt die Wirbelsäule im Lendenwirbelbereich oberhalb des Hüftbereichs mit Steiß- und Kreuzbein. Die körperliche Abstützung des Körpers setzt voraus, dass die Wirbelsäule entsprechend ihrer natürlichen Form spannungsfrei unterstützt wird. Dies erfordert zum Einen eine große Punktelastizität des Matratzenaufbaus, zum Anderen aber auch ein unterschiedliches Einsinkverhalten der einzelnen, zum Teil verschiedenen schweren Körperbereiche.

Was ist eine Kuhlen- und Muldenbildung ?

Um einen ausreichend starken Stützeffekt für die Lendenwirbelsäule zu erreichen, muss der Hüftbereich dosiert einsinken können. Nach einer Einliegephase, die je nach Schlafgewohnheit und Körpergewicht ein bis drei Monate dauert, hat die Matratze das Nennmaß erreicht. Durch diese Polstermaterialverfestigung kann der Eindruck entstehen, es trete eine Vertiefung ( die sogenannte Liegekuhle  ) auf. Dies ist jedoch nur optisch bedingt und wird durch die Wirbelsäule vorgegeben. Aus diesem Grunde ist eine entsprechende individuelle Anpassung der Matratze an die Körperform gewollt. Bei jeder Matratze entstehen je nach Schlafgewohnheit leichte Körpermulden, die aus anatomischen Gründen notwendig sind und eine optimale Regeneration des Körpers während des Schlafens gewährleisten.

 

Von einer berechtigten Liegekuhle spricht man, wenn es sich um eine verbleibende Anpassung von mehr als 2 cm handelt. Wichtig ist hierbei die Bewertungsgrundlage : Die Messung erfolgt am Kern ohne Bezug, nach der Erholungszeit über Tage am Abend und nicht direkt morgens nach der Benutzungsphase.

Die Prüfung der Matratze erfolgt nach den Richtlinien der RAL GZ 430/6 – DIN EN 1334 (Messverfahren und Toleranzempfehlungen).

 

Folgende Richtlinie zur Prüfung wird angesetzt:

 

  • Die zu prüfende Matratze muss unabhängig und nicht in Verbindung mit dem Topper gemessen werden.
  • Die beanstandende Matratze muss aus dem Bett genommen werden. Der Bezug so fern er abziehbar ist, muss entfernt werden.
  • Die Messung der Matratze, darf nicht auf den Lattenrost oder Unterbau des Bettes erfolgen. Um eine exakte Messung zu erzielen wird der Matratzenkern eben und flach auf den Boden gelegt.

 

Der Messstab an der Richt- oder Messlatte muss leicht auf den Matratzenkern fixiert sein und darf nicht eingedrückt werden. 

 

Eine geringe Kuhlen- und Muldenbildung ist als warentypisch einzustufen und nicht zu beanstanden. Vielmehr handelt es sich um eine natürliche durch verdichtende Polstermaterialien leichte Absenkung die erwünscht ist.

Grundsätzliches zur Kuhlen- und Muldenbildung

  

Grundsätzlich kann sich eine Kuhlen- bzw. Muldenbildung nicht über die gesamte Matratze erstrecken, sondern nur in bestimmten Druckbereichen.

 

Kann sich eine zuvor festgestellte Muldenbildung verändern?

 

Ja, zum Beispiel durch einen Transport. Dies bezieht sich aber nur auf die Aufpolsterung, nicht auf den Federkern, da ein Federkern als solcher kaum veränderlich ist.

 

Wie kann eine Muldenbildung entstehen?

 

Es bestehen genau zwei Möglichkeiten einer Muldenbildung. 1. Sie entsteht durch das natürliche Einliegen von Polstermaterialien und 2. durch ein konstuktionsbedingtes Absinken der Materialien. Beides führt jeweils teilweise zum Gesamtergebnis einer Kuhlen- und Muldenbildung.

 

Wie verhält sich die Beurteilung, wenn mehrere Mulden in der Matratze auftreten?

 

Es wird immer der tiefste Punkt der Mulde gemessen. Eigentlich dort, wo die stärkste Beanspruchung auftritt. Die stärkste Beanspruchung liegt in der Regel im Schulterbereich.

 

 

 

 

Tipp : Lassen Sie Ihre Matratze tagsüber auslüften, d.h. schlagen Sie die Bettdecke zurück und verzichten Sie zumindest für einige Stunden auf das Bettenmachen und Abdecken mit eines Tagesdecke, um Ihrer Matratze die Möglichkeit zu geben, die nachts aufgenommene Feuchtigkeit - im Durchschnitt 0,5 Liter - wieder an die Raumluft abzugeben.

Eine gute Matratze kann Ihnen bei folgenden gesundheitlichen Problemen helfen:

 

  • Schmerzen in Rücken und Schultern
  •  Schmerzende Hüftgelenke
  •  Schmerzen in der Armen
  •  Kopfschmerzen
  •  Steifer Nacken
  •  Ischias oder schmerzende Knie
  •  Durchblutungsstörungen

 


Sie sollten spätestens Ihre Matratze nach 8-10 Jahren austauschen. Denn bis dahin hat die Matratze durchschnittlich 29.000 Stunden Nutzungsdauer hinter sich und bietet aus gesundheitlicher bzw. hygienischer wie orthopädischer Sichtweise einen beschränkten Komfort.

Vorsicht, Stockflecken bei Matratzen !

 

Ein Stockfleck ist ein Feuchtigkeitsschaden, der bei hoher Feuchtigkeit bzw. hoher Luftfeuchtigkeit entsteht. Die Stockflecken an einer Matratze sind die Ursachen einer intensiv wirkenden Durchfeuchtung des Materials. Daher reicht es schon aus, wenn die Matratze über einige Tage einer relativen Luftfeuchtigkeit von nur ca. 70% ausgesetzt wird. Hier finden die in der Luft schwebenden Sporen einen idealen Nährboden.

 

Wenn die Matratze einer hohen Feuchtigkeit (z.B. starkes Schwitzen) oder einer hohen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt wird, dann kann selbst durch ein regelmäßiges Wenden die Entstehung der Stockflecken nicht verhindert werden und ist somit unvermeidbar.

 

Info von moebelschlau: Wir empfehlen Ihnen, für ein gesundes Raumklima zu sorgen, dass eine regelmäßige Luftfeuchte von 45 – 55% vorsieht bei einer Raumtemperatur von ca. 21 Grad Celsius.

 

Gute Ergebnisse für die Entfernung von Stockflecken ist, dass die Matratze den UV-Lichtanteilen der Sonne ausgesetzt wird. Diese Maßnahme ist relativ effektiv und umweltfreundlich.

 

Tipp: Einige Matratzenhersteller geben auf einigen Matratzen eine sogenannte Zufriedenheitsgarantie. Das heißt, Sie können die Matratze nach einigen Wochen wieder an den Hersteller bzw. an das Möbelhaus zurückgeben wenn Sie mit der neuen Matratze nicht zurecht kommen.

 

Generell sollte man aber beachten, dass der Körper erst einmal eine gewisse Eingewöhnungszeit benötigt, um mit der neuen Matratze vertraut zu werden. Anfänglich kann es schon mal zu leichten Muskelverspannungen führen, die aber normalerweise nach ein paar Tagen wieder verschwunden sind.

 

Warum kann es dazu kommen?

 

Weil die neue Liegeposition erst auf den Körper abgestimmt werden muss. Unterstützung und Entlastung verschiedener Körperzonen benötigen ein wenig Zeit, um sich an die neue Matratze zu gewöhnen.       

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