Wenn die Polstergarnitur „stinkt“ !

 

Die Sympathie zwischen Mensch und Sofa hat mit dem sprichwörtlichen „sich riechen können“ zu tun.

 

 

Gerade bei neu erworbenen Polstergarnituren kann über einige Zeit eine Geruchsbildung auftreten. Diese sind auf die verschiedenen Materialien zurückzuführen, die im Möbelstück verarbeitet worden sind.

 

Diese sind nicht grundsätzlich gesundheitsschädlich und lassen sich bei Bedarf durch regelmäßiges Lüften mit geöffneten Türen beseitigen.

 

Möbelgeruch was tun?

 

Um die Geruchsbildung zu mindern bzw. schneller zu beseitigen, hat sich der Polster - Auffrischer (Siehe Foto rechts) in der Möbelbranche einen Namen gemacht. Wir können diesen nur empfehlen!

 

"Unser moebelschlau - Tipp" :

                 18,98 Euro

Schlechte Gerüche verschwinden durch Aufsprühen aus Ihrem Polstermöbel und es bleibt ein frischer Duft.


  

Umweltzeichen wie „der Blaue Engel“ , „das Goldene M“ , „ÖkoControl“ die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel oder das Siegel „LGA - schadstoffgeprüft“ weisen den Weg zu emissionsarmen Möbeln. Möbel mit einem entsprechenden Gütezeichen sind auf Schadstoffe, Qualität, Belastbarkeit und Langlebigkeit geprüft und müssen umweltfreundlich und ressourcenschonend hergestellt werden. Um ein Gütezeichen an Möbeln anbringen zu dürfen, müssen Hersteller in Deutschland Ihre Möbel in unabhängigen Prüflaboren intensiven und strengen Tests unterziehen.

 

Dabei werden Haltbarkeit, Stabilität, Fertigungsqualität, Lichtechtheit und Schadstoffe geprüft. Die Prüfungen, um z.B. das „Goldene M“ zu erlangen, sind die umfangreichsten Prüfungen an Möbeln, die es in Deutschland gibt. Bei diesen Prüfungen wird besonders Gewicht auf das Thema „gesundes Wohnen“ gelegt, in welchem gerade in diesem Bereich die verschiedenen Schadstoffanalysen ausgewertet werden, bevor das Möbelstück die Freigabe für den Handel bekommt.

 

So dürfen in Deutschland nur noch Spanplatten für den Möbelbau verwendet werden, die unter Prüfbedingungen nicht mehr als 0,1 ppm Formaldehyd an die Luft abgeben (ein Formaldehydmolekül auf zehn Millionen Luftmoleküle, ppm = parts per million).

 

Experten sprechen aber schon ab 0,02 bis 0,05 ppm von einer Belastung. Für Möbelstücke, die den „Blauen Engel“ ,oder das „Goldenes M“ tragen, liegt der Grenzwert bei 0,05 ppm. Doch eine Belastung kann sich aufsummieren, wenn viele Möbel aus Spanplatten in einem kleinen Zimmer stehen.

 

Wenn Sie ein ungefähren Anhaltspunkt für eine orientierende Formaldehydmessung haben möchten empfehlen wir Ihnen den "Dräger-Bio-Check". Dieser wurde unter anderem vom TÜV, der Stiftung Warentest und von Ökotest erfolgreich getestet. 

 

Die Probenahme erfolgt ausschließlich über Diffusion. Der Farbumschlag des Indikators von weiss nach rosa bis rot beruht auf einer enzymatischen Reaktion. Die Auswertung erfolgt über einen Farbcode

"Der sichere - Test"

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  • Überprüfung der Raumluft auf krebserregendes Formaldehyd.
  • Genaues und sicheres Ergebnis in ca. 2-3 Stunden.
  • Sehr leichte Ausführung, inkl. sehr umfangreicher Beschreibung.
  • Formaldehyd gehört zu den meisten Giften in den eigenen 4 Räumen.
  • Qualitäts-Schnelltest "made in Germany" by Dräger.

  

Tipp : Wenn Sie verunsichert von der Geruchsbildung Ihrer Polstergarnitur sind, können Sie auch beim Hersteller oder Möbelhaus eine sogenannte Unbedenklichkeitserklärung anfordern, darin wird bestätigt, dass die durchgeführte Lieferung den Vorschriften der jeweils geltenden Gefahrstoffverordnung  sowie dem Produkthaftungsgesetz entsprechen.

Mit welchen Mitteln können seitens der Herstellung die Ledergarnituren behandelt werden?

 

Pentachlorphenol : entspricht der EN TS 14494

Aminosäuren : entspricht der ISO TS 17234

Chrom VI : entspricht der CEN TS 14495

Formaldehyde : entspricht der ISO TS 17226

 

Hier müssen die Kenngrößen, welche nach dem deutschen Gesetz der Bedarfsgegenstandverordnung vom 15.07.1994 festgelegt wurde, beachtet und eingehalten werden.

 

Auch müssen hinsichtlich der Schwermetalle wie Kadmium, Kupfer, Blei Nickel etc. die Inhalte beachtet werden. Die Begrenzungen beziehen sich auf die extrahierbaren Schwermetalle, die in Übereinstimmung mit der Norm ISO 105 E04 mit einer Säureschweißlösung bei 5,5 ph vorbereitet werden.

 

Die o.g. Parameter müssen ebenfalls den Anforderungen, die durch die Europäischen Regelungen 1999/179/CE, überarbeitet in 2002/231/CE zu Grunde gelegt werden.

 

Hinweis : Um einen langfristigen und kostenintensiven teuren Rechtsstreit aus dem Wege zu gehen, besteht selbstverständlich auch für den Endverbraucher die Möglichkeit, strittige Sachverhalte außergerichtlich, durch Beweissicherung ( In unserem Fall eine externe Schadstoffanalyse ) eines öffentlich vereidigten Sachverständigen der IHK, für industriell gefertigte Möbel zu beauftragen. Diese sind verpflichtet, ein unparteiisches Gutachten abzugeben, damit eine fachlich neutrale und abschließend rechtsverbindliche Beurteilung gewährleistet ist. Die Kostenübernahme dieser Aufwendungen fällt allerdings in den Erfüllungsbereich der unterlegenen Partei ( Möbelhaus vs. Endkunde ).

 

Empfehlenswert und zu überdenken wäre, wenn folgende Situation eintritt : Die Rechtsschutzversicherung erteilt keine Freigabe oder die Selbstbeteiligung der Versicherung ist zu hoch. Auch der zeitliche Aspekt sollte mit in die Beurteilung aufgenommen werden, den Rechtsstreitigkeiten können im schlimmsten Fall über Jahre andauern.

  

Geruch kann natürlich ein Hinweis auf erhöhte Schadstoffkonzentrationen sein, muss aber nicht. Wirklich klären kann das nur ein Labortest : Staatlich autorisierte Labore, messen das Raumklima oder untersuchen die Möbel in speziellen Prüfkammern. Die Prüfgebühren richten sich nach dem Volumen und können zwischen 1500 Euro und 3000 Euro betragen.

Wie geht denn die Qualitätssicherung im Möbelhaus oder der Gutachter mit so einer

 

Beanstandung um?

 

Gehen von Polstergarnituren Ausdünstungen aus, die – je nach persönlicher Empfindlichkeit – gesundheitliche Veränderungen verursachen und ebenfalls abhängig vom subjektiven Empfinden, als beißend oder stechend, jedenfalls objektiv als unangenehm empfunden werden, so sollte das Raumklima bzw. die Polstergarnitur geprüft werden.

 

In diesem Fall müsste die Polstergarnitur beim Kunden abgeholt werden. Der erste Test, der Aufschluss über den Geruch geben könnte, ist die Garnitur in einem separaten verschlossenen Raum ca. 48 Stunden aufzubewahren. Nach den 48 Stunden sollte dann von mehreren neutralen Probanden ( Test - Personen die sich einer Geruchsuntersuchung unterziehen ) eine Geruchsprobe entnommen werden. Hier wird der Geruchstest auch zwischen den Polsterteilen ( Sitz und  Armlehne ) vorgenommen. Eine weitere und sehr effektive Prüfmethode sind freiwillige Probanden, die damit einverstanden sind, die Polstergarnitur während der Arbeit in den Büroräumen zu positionieren. Gesundheitliche Veränderungen wie Kopfschmerzen und Hautreizungen werden sofort festgestellt.

 

Gutachtermethode : Die Garnitur wird weitgehend mit einer Folie luftdicht verpackt und ca. 48 Stunden bei einem normalen Raumklima (ca. 18-21 Grad Raumtemperatur ) und einer relativen Luftfeuchte von 45 – 55% aufbewahrt. Nach den 48 Stunden wird ein kleines Stück der Folie aufgerissen oder eingeschnitten, um so schnellstmöglich mit der Nase hinein zu riechen. Ein beißender und stechender Geruch kann darauf hindeuten, dass Schadstoffe in der Polstergarnitur stecken. Für den geübten Gutachter oder Möbelexperten ist es so möglich, ungewöhnliche und nicht warentypische Gerüche wahrzunehmen.

 

Gerüche die von Menschen wahrgenommen werden, werden durch das Gehirn interpretiert. Das technische Messverfahren dagegen kann nur Daten der Gaskonzentrationen, sowohl der geruchslosen, als auch der geruchsaktiven Gase auswerten.

 

Juristisch betrachtet kommt es an, ob der Geruch einen Sachmangel darstellt : Eine Sache ist gem. § 434 Abs. 1 BGB frei von Sachmängeln, wenn sie sich für die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung eignet, oder wenn sie sich für die gewöhnliche Verwendung eignet und eine Beschaffenheit aufweist, die bei Sachen der gleichen Art üblich ist und die der Käufer nach der Art der Sache erwarten kann.

 

Neue Produkte können anfänglich riechen, das ist allgemein bekannt und kann je nach Material und Zusammensetzung einige Wochen oder Monate dauern. Die materialspezifische Geruchsintensität verflüchtigt sich im Gebrauch und wird durch Randbedingungen wie Raumklima, Jahreszeit, Temperaturschwankungen, Lüftungsverhalten, Nutzungsgrad, der Dauer und die Empfindlichkeiten von Personen beeinflusst. Auch muss man unterscheiden zwischen unangenehmen Chemikaliengeruch oder naturbedingten Eigengeruch. Denn bestimmte Naturprodukte wie z.B. Leder, Massivholz usw. beinhalten immer einen warentypischen Eigengeruch.

 

Tipp : Einige Möbelhäuser bieten einen Versiegelungsschutz an, was bedeutet, dass der Bezug mit einem besonderen Fleckenschutz ausgestattet wird und dadurch leichter zu reinigen ist. Parallel hat es den Vorteil, dass dadurch die Poren geschlossen werden und Gerüche weniger erkennbar sind. Bei einer Ledergarnitur kann das Einmassieren eines pflegenden Lederfettes den Ledergeruch durch verschließen der Poren neutralisieren.

 

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